Lichter, Lautsprecher und Radios für neue Palliativstation: Gelsenkirchener Unternehmer macht Wünsche wahr

Bei seinem ersten Besuch der Palliativstation im EvK Herne im August 2022 brachte der Gelsenkirchener Unternehmer Frank Salder einen Scheck über 3.000 Euro für die Stationserweiterung mit. Damals nutzte er die Zeit für intensive Gespräche mit dem Team und ließ sich die Räumlichkeiten zeigen. Was er sah und hörte, beeindruckte den Experten für Video-Überwachung so nachhaltig, dass er versprach: „Schreibt auf, was euch für die Inneneinrichtung noch fehlt. Ich besorge alles und komme wieder.“ Anfang Mai machte der Geschäftsführer der Dallmeier Systems GmbH sein Versprechen wahr, – im Kofferraum XXL-Kisten voller Lautsprecher, Lampen, Leuchten und Radios für die Patientenzimmer.

Stehlampen gegen die Nachtangst

Den Wunschzettel hatten die Ärztliche Leiterin der Station, Dr. Katja Vogelsang, gemeinsam mit der Stationsärztin Dr. Stephanie Richter und dem multiprofessionellen Team formuliert: Zehn Digitalradios, damit die Patientinnen und Patienten in ihrem Zimmer ihre Lieblingsmusik hören können. Zwei WLan-fähige Boomboxen für Musik in den Aufenthaltsräumen für Patienten und Angehörige. Zehn dimmbare Bodenlampen mit warmweißem Licht gegen die oft quälende Nachtangst der Erkrankten. Und zwölf golden schimmernde Kerzenhalter für LED-Akku-Teelichter mit Ladestation. Zur Farbgestaltung hatten Vogelsang und ihr Team nur einen Wunsch: „Bloß kein Schwarz!“

Schirmherr Kinhöfer knüpfte den Kontakt
Groß war die Freude in Herne, als Frank Salder zusammen mit Thorsten Kinhöfer, dem Schirmherrn der Palliativstation im EvK Herne, und Frank Obenlüneschloß, dem Vorsitzenden des Fördervereins, Anfang Mai all die schönen Dinge in die neuen Räumlichkeiten trug. Der frühere FIFA-Schiedsrichter Kinhöfer, zugleich Initiator der Benefiz-Aktion „Wir sind palliativ“, war es auch, der die Verbindung zu dem Gelsenkirchener Unternehmer knüpfte und ihn als Spender gewann. Frank Salder: „Mein erster Besuch auf dieser Station im Sommer 2022 und die guten Gespräche mit dem Team waren für mich eine völlig neue Erfahrung. Ich hatte mich mit dem Thema Tod und Sterben gedanklich zuvor noch nie befasst. Durch die Begegnungen habe ich verstanden, wie wichtig es ist, dass Menschen am Ende ihres Lebens Orte haben, wo sie sich wohlfühlen, wo sie ganzheitlich umsorgt und liebevoll begleitet werden.“ Deshalb sei es für ihn selbstverständlich gewesen, diese wichtige Arbeit auch weiterhin zu unterstützen. Frank Salder: „Bei meinen Besuchen habe ich viel mehr bekommen als ich gegeben habe.“

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Wenn Wünsche wahr werden:
Frank Salder, Geschäftsführer der Dallmeier Systems GmbH in Gelsenkirchen (Mitte), übergab die Sachspenden persönlich im Begegnungsraum der neuen Palliativstation an (von links) den Schirmherrn Thorsten Kinhöfer, Cornelia Riebensahm, stellvertretende Stationsleitung, die Stationsärztin Dr. Stephanie Richter und den Vorsitzenden des Fördervereins Frank Obenlüneschloß.
Foto: Förderverein

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