Zeit für die Menschen zu haben, die ihr anvertraut sind, das schätzt Lisa Birkmann an ihrer Arbeit besonders. Die 37-Jährige aus Castrop-Rauxel ist seit August 2025 in Teilzeit als Pflegefachkraft auf der Palliativstation im EvK Herne tätig. Sie pflegt die Patientinnen und Patienten individuell, abgestimmt auf ihre Bedürfnisse. Und sie begleitet die Angehörigen während des gesamten Aufenthalts auf der Station.
Lisa Birkmann weiß aus eigener Erfahrung, wie wertvoll diese Begleitung ist. Nach ihrer Ausbildung zur Gesundheits- und Krankenschwester im Jahr 2010 arbeitete sie auf einer onkologischen und gynäkologischen Station. Ihren eigenen Vater verlor sie durch eine Krebserkrankung. „Durch diese Erfahrungen ist mir bewusst geworden, wie wichtig die palliative Begleitung schwerstkranker Menschen ist. Wenn Heilung ausgeschlossen ist, geht es darum, Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität am Lebensende zu bewahren“, sagt sie. 2019 absolvierte Lisa Birkmann deshalb eine Weiterbildung zur Palliativbegleiterin.
Seit einem Jahr kümmert sich Lisa Birkmann als Pflegefachkraft um die Patientinnen und Patienten der Palliativstation. „Ich bin froh, in einem tollen multiprofessionellen Team unsere Patienten und ihre Angehörigen in schwerer Zeit begleiten zu können“, erzählt sie. Was sie trägt, auch an schweren Tagen? „Es tut mir gut, mit dem Gefühl nach Hause gehen zu können, meine Patienten nach ihren Bedürfnissen so persönlich wie möglich betreut zu haben – ohne Stoppuhr.“
Zu Hause in Castrop-Rauxel wartet dann ihre Familie auf Lisa: Ihre freie Zeit verbringt sie mit ihrem Mann und ihrem fünfjährigen Sohn. Außerdem beschäftigt sie sich gern kreativ. So findet Lisa Birkmann den Ausgleich zu ihrer Arbeit mit Menschen am Lebensende.