Herner Palliativtag geht neue Wege in der Notfallversorgung und Intensivmedizin

Schwerkranke Patienten stehen oft zwischen Intensivmedizin und Palliativversorgung. Der Herner Palliativtag am Mittwoch, 3. September, zeigt Möglichkeiten auf, wie Notärzte und Palliativmediziner besser zusammenarbeiten können. Die Fachtagung findet ab 14.45 Uhr im Seminarzentrum des EvK Herne statt.

Flyer Palliativtag 2025 zum Download hier.

Die Veranstaltung beginnt um 14:45 Uhr unter dem Titel „Palliativer Perspektivwechsel – was kann Interdisziplinarität in Notfall- und Intensivmedizin bewirken?“. Experten aus verschiedenen Bereichen zeigen, wie palliative Ansätze auch in akuten Situationen Patienten und Angehörige unterstützen können.

„Die Grenzen zwischen den Fachbereichen müssen durchlässiger werden“, erklärt Dr. Katja Vogelsang (Foto: EvK Herne), Organisatorin und ärztliche Leiterin des Palliativzentrums am EvK Herne. Das verbessere die Sichtbarkeit aller Patienten mit lebensverkürzenden Erkrankungen, nicht nur in der Onkologie. Dr. Vogelsang: „Wenn Behandlungsoptionen vorab besprochen werden, profitieren alle Beteiligten. Patienten und Angehörige werden stärker in Behandlungsentscheidungen einbezogen. Das führt zu einer verbesserten Lebensqualität.“

Renommierte Referenten aus der Region stellen ihre Erfahrungen vor. Dr. Brigitta Behringer, Haus- und Palliativärztin, Medizinethikerin und Vorsitzende des ambulanten Ethikkomitees, stellt die ambulante Perspektive vor. Dr. Behringer hat das ambulante Ethikkomitee initiiert und informiert über gesundheitliche Vorsorgeplanung als bürgerschaftliches Projekt am Beispiel Bochum. PD Dr. Christian Berger, Chefarzt am EvK Herne, spricht über die neu implementierte Palliative Visite auf der Intensivstation im Thorax Zentrum, Eickel, und seine Erfahrungen aus der Charité in Berlin. Dr. Axel Münker, Leitender Arzt am Marien Hospital Herne und Leiter des Palliativmedizinischen Konsiliardienstes, berichtet über die praktische Anwendung der Herner Notfall-Ampel. Als national und international gefragter Experte für die Integration von Palliative Care in Intensiv- und Notfallversorgung gibt Prof. Dr. Martin Neukirchen, Universitätsklinikum Düsseldorf, einen Überblick über die Grenzen von Herne hinaus.

Die Fachtagung richtet sich an medizinisches Personal, Pflegekräfte und Therapeuten. Für Ehrenamtliche in der palliativen oder hospizlichen Arbeit ist die Teilnahme kostenfrei.

Anmeldung: APPH Ruhrgebiet, Telefon 02323-498-2600, info@apph-ruhrgebiet.de, Anmeldeschluss: 2. September 2025